„Mission gehört zutiefst zum Wesen der Kirche. Darum ist es für jeden Christen und jede Christin unverzichtbar, Gottes Wort zu verkünden.“ Mit diesen Worten beginnt ein vom ÖRK gerade veröffentlichtes Dokument, in dem für jede christliche Missionsarbeit gemeinsame Regeln gefordert werden. Mission müsse von Nächstenliebe, Mitgefühl, Demut und Integrität bestimmt sein.

Im Anhang des Dokumentes heißt es: „In der heutigen Welt arbeiten ChristInnen zunehmend miteinander…“ Das betrifft auch die Arbeit von christlichen Hilfswerken, wie den Diasporawerken und den Missionswerken. 

Am 30. Juni werden wir in einem Diasporaworkshop an der Theologischen Fakultät in Leipzig uns mit dem Verhältnis von Mission und Diaspora auseinandersetzen. Was unterscheidet beide? Wo kommen sie zusammen und drücken Wesensbestimmungen von Kirche aus? Und wie können Diaspora- und Missionswerke zum Wohle der Partner miteinander arbeiten?

In seinem gerade im GAW erschienen Buch „Diaspora“ schreibt René Krüger: „Es ist wichtig, den Charakter der Diaspora als nota ecclesiae neu zu entdecken, der von der neutestamentlichen Aufnahme des Begriffs auf die Existenz der Kirche als Minderheit – in der Welt verstreut – mit einer Mission hinweist.“ Man kann auf keinen Begriff verzichten. In diesem Sinne schreibt der ehemalige Präsident des GAW Franz Lau: „Das GAW hat im Unterschied zur Mission den bescheidenen Dienst des Bewahrens. Bauen und bewahren – das Letztere ist unsere Sache, ist unser Auftrag.“ – Pfarrer Enno Haaks 

Das Missionsdokument des ÖRK finden sie unter:

http://www.oikoumene.org/de/dokumentation/documents/oerk-programme/interreligious-dialogue-and-cooperation/christian-identity-in-pluralistic-societies/das-christliche-zeugnis-in-einer-multireligioesen-welt.html