
In der Ukraine stellen die wirtschaftlichen Folgen des Krieges sowie die hohe Inflation viele Familien vor finanzielle Herausforderungen. Insbesondere der Beginn des neuen Schuljahres bedeutet für einkommensschwache Haushalte eine erhebliche Belastung, da Ausgaben für Arbeitsmaterialien und Kleidung oft mit den Mitteln für den alltäglichen Lebensunterhalt konkurrieren.
Um betroffene Familien in der Region Transkarpatien zu entlasten, hat das GAW gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Westfalen erneut ein Hilfsprojekt der Reformierten Kirche in der Ukraine unterstützt. Dafür wurden insgesamt 30.000 Euro bereitgestellt.
Die benötigten Schulmaterialien wie Hefte, Stifte und Bücher wurden direkt vor Ort eingekauft und von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu Bildungspaketen zusammengestellt. Dieses Hilfsprojekt richtet sich vorrangig an sozial benachteiligte Familien sowie an Waisen- und Halbwaisenkinder, deren Zahl seit Beginn des Krieges deutlich angestiegen ist. Ziel der Maßnahme ist es, den Kindern eine gleichberechtigte Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen.

Das Projekt knüpft an vorangegangene Hilfsaktionen an: Im Rahmen der GAW-Konfigabe 2024 wurden bereits knapp 1.000 Kinder und Jugendliche in der Region mit Rucksäcken und Schulbedarf ausgestattet; zudem erhielten knapp 100 Kinder mit Behinderung Bekleidungsgutscheine.
Nach Angaben von Krisztina Badó aus dem Bischofsbüro der Reformierten Kirche in der Ukraine ist die Entlastung für die Familien spürbar. Die gezielte Unterstützung erleichtere den Betroffenen den Schulstart unter den weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen.
Bischof Sándor Zán Fábián hob die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit hervor. Auch künftig plant die Reformierte Kirche in Transkarpatien, entsprechende Programme durchzuführen, um die Bildungschancen von Kindern in der Region unabhängig von den finanziellen Mitteln ihrer Eltern zu sichern.
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