Im Gespräch mit ukrainischen Geflüchteten in Michelsberg (Foto: Haaks)

Auch mehr als vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind Millionen Menschen weiterhin auf Schutz und Unterstützung aus dem Ausland angewiesen. Anfang 2026 lebten rund 5,8 Millionen ukrainische Geflüchtete außerhalb ihres Heimatlandes. Auch Rumänien bleibt ein wichtiges Aufnahmeland und beherbergt weiterhin rund 200.000 Geflüchtete aus der Ukraine. Besonders ältere und alleinstehende Menschen stehen dabei vor großen Herausforderungen. Aufgrund von Alter, gesundheitlichen Einschränkungen oder fehlenden Erwerbsmöglichkeiten können sie ihren Lebensunterhalt häufig nicht eigenständig sichern.

Das landeskirchliche Erholungsheim „Elim“ in Michelsberg (Rumänien) bietet dieser besonders vulnerablen Personengruppe weiterhin Unterkunft und Betreuung. Die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien (EKR) unterstützte dort zwischen Februar und Mai 2026 eine Gruppe älterer ukrainischer Geflüchteter, deren Versorgung ohne institutionelle Hilfe kaum möglich gewesen wäre. Zu den Bewohnerinnen und Bewohnern gehört unter anderem das Ehepaar Shapovalo, das bereits seit 2022 in Michelsberg lebt.

Grundlage für die Fortführung des Projekts war eine Förderung des GAW in Höhe von 15.000 Euro. Mit diesen Mitteln konnten die Kosten für Unterkunft und Vollverpflegung gedeckt werden. Darüber hinaus erhielten die betreuten Geflüchteten zu Ostern eine finanzielle Zuwendung von jeweils 100 Euro.

Die Gesamtkosten dieses Projektabschnitts beliefen sich auf 17.224,65 Euro. Diese hilfe für die Geflüchteten wäre ohne die Förderung des GAW nicht möglich gewesen.

Für die verbleibende Gruppe (siehe Foto) besteht inzwischen eine Perspektive für die weitere Versorgung. Die Finanzierung und Betreuung sind derzeit bis mindestens April 2027 gesichert.

Das Projekt im Elimheim Michelsberg verdeutlicht die Bedeutung kirchlicher und internationaler Partnerschaften bei der Unterstützung besonders schutzbedürftiger Geflüchteter. Die geleistete Hilfe trägt dazu bei, älteren Menschen in einer anhaltenden Krisensituation Stabilität, Versorgung und soziale Gemeinschaft zu ermöglichen.