
Mit 5.000 Euro unterstützte das GAW mit dem PK 2023 die Förderung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Bogotá. Auch wenn die Evangelisch-Lutherische Kirche in Kolumbien (IELCO) eine kleine Kirche ist, versteht sie ihren Auftrag klar: „Wir sind durch das Evangelium dazu gerufen, für die Menschen da zu sein, die in Not sind“, betont Bischof John Rojas Torres.
Kolumbien leidet bis heute unter den Folgen eines jahrzehntelangen Bürgerkriegs. Besonders Kinder und Jugendliche brauchen Schutz, Orientierung und Perspektiven. Genau hier setzt das Projekt „Unterstützung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ an. Ziel ist es, eine Erziehungskultur zu stärken, die auf Respekt, Gewaltfreiheit und christlichen Werten basiert. Unter dem Leitgedanken „Crianza con Ternura“ – Erziehung mit Sanftmut – werden Mitarbeitende der Sonntagsschulen geschult und befähigt, Konfliktlösungen aus dem Geist des Evangeliums zu vermitteln.
In landesweiten Fortbildungen wurden Verantwortliche in der christlichen Bildungsarbeit aus allen fünf Regionen Kolumbiens geschult. Dieses Wissen geben sie in ihren Gemeinden weiter. Auch die vier lutherischen Schulen des Landes sind in die Projektarbeit eingebunden. Kinder und Jugendliche sollen ihren Glauben als tragfähige Orientierung für ihr Leben entdecken – gerade in einem Umfeld, das vielerorts von Gewalt, Migration und sozialen Spannungen geprägt ist.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung von Mädchen. Bei einem landesweiten Treffen kamen 80 Mädchen aus fünf Regionen zusammen. In Workshops, Andachten und Begegnungen erfuhren sie Ermutigung, entdeckten ihre Gaben und wurden darin bestärkt, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen. Die große Resonanz zeigt, wie wichtig geschützte Räume sind, in denen junge Menschen wachsen können.
Ergänzt wurde das Projekt durch das Programm „Die Wunden des Herzens heilen“, das in Zusammenarbeit mit der Sociedad Bíblica Colombiana durchgeführt wird. Dabei wurde deutlich: Wo Eltern Heilung und neue Perspektiven erfahren, verändert sich auch der Umgang mit ihren Kindern. Insgesamt wurden rund 240 Kinder und ihre Familien direkt erreicht.
So wächst in kleinen Schritten eine Kultur des Friedens in einem Land, das durch einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg geprägt ist.
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