Gruppe der Frauenarbeit in Primus-Truber-Kirche in Ljubljana

Eine Gruppe von
der Frauenarbeit des Gustav-Adolf-Werks befindet sich gerade auf der
diesjährigen Projektreise der Frauenarbeit. Ziel der Reise ist es,
das Jahresprojekt 2018 vorzubereiten, das sich mit den Ländern des
ehemaligen Jugoslawiens beschäftigen wird. Gastgeber ist die
Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Slowenien, eine Partnerkirche des Gustav-Adolf-Werk.

Predjamski Grad – eine mittelalterliche Burg in eine Karsthöhle gebaut

Wer das erste Mal
nach Slowenien reist, wird womöglich überrascht sein: Satte grüne
Hügel, so weit das Auge reicht. Slowenien ist
eines der waldreichsten Länder Europas. In der Ferne ragen die
Hochgebirge der Alpen in den Himmel. Zwischendurch sieht man kleine
Dörfer mit spitzen Kirchtürmen auf den Hügeln thronen. „Gott wollte das Land mit so
viel Reichtum ausstatten, also musste er es unterkellern“, lautet
ein Spruch der Slowenen über ihr Land, der auf die zahlreichen
unterirdischen Höhlen anspielt. Fast die Hälfte des Landes besteht
aus kalkigem Karstgebirge. Darunter befinden sich viele tausend
kleine und große Höhlen – einige von ihnen Dutzende Kilometer
lang.

Slowenien ist
mehrheitlich katholisch geprägt. Weniger als ein Prozent der 2
Millionen Einwohner Sloweniens gehören heute der evangelischen
Kirche an. Die meisten von ihnen leben im Nordosten Sloweniens, im
Übermurgebiet. Slowenien gilt nach Tschechien und den neuen
Bundesländern als die säkularisierteste Gegend Europas.
Der Glaube spielt für die Menschen vor allem an den großen Festen
im Jahres- und Lebenslauf eine Rolle. In den anderen jugoslawischen
Nachfolgestaaten ist die Säkularisierung weniger weit
fortgeschritten – schließlich ist die Religion dort stark mit der
nationalen Zugehörigkeit verbunden. Ein Kroate hat nach diesem
Verständnis katholisch zu sein, eine Serbe orthodox und ein Bosnier
muslimisch. In Slowenien war die Identifizierung über die Religion
in Abgrenzung zu den anderen Völkern Jugoslawiens weniger stark.