Am 28. Januar 2026 zog Sturm Kristin über das portugiesische Festland und verursachte massive Schäden, besonders in den Regionen Leiria, Coimbra, Santarém und Figueira da Foz. Bäume stürzten um, Gebäude wurden beschädigt und Dächer zerstört. Viele Haushalte und öffentliche Einrichtungen waren ohne Strom, Wasser oder Kommunikation. Schulen mussten schließen, Straßen waren unpassierbar.

Auch das Sozialzentrum Cova Gala bei Figueira Da Foz wurde stark getroffen. Ganze Dächer wurden abgedeckt bzw. beschädigt. Betroffen waren unter anderem der Gemeinschaftssaal und der Kindergarten. Das Dach des Bürogebäudes wurde beinahe vollständig zerstört; eindringendes Wasser beschädigte IT-Ausrüstung und Büromaterialien. Das beeinträchtigt den Betrieb bis heute erheblich.

Im Sozialzentrum „Cova Gala“ werden täglich 200 Mahlzeiten für ältere und obdachlose Menschen gekocht. 128 Kinder besuchen den Kindergarten. Die Frauenarbeit im GAW unterstützte das Zentrum in seinem Jahresprojekt 2022, u.a. mit einer Küchenmodernisierung.

Direkt nach dem schweren Sturm stellte das Team die Abläufe kurzfristig um, reparierte das Nötigste und tat alles, um die sozialen Angebote so gut wie möglich aufrechtzuerhalten. Erste Prüfungen zeigten jedoch, dass das nicht reicht: Unter anderem muss das Bürodach komplett erneuert werden.

„Die Lage ist kritisch und dringend. Ohne rasche Hilfe sind wichtige soziale Dienstleistungen für die Menschen in Cova Gala und Umgebung gefährdet“, sagt die Leiterin des Zentrums Pfarrerin Sandra Reis. Das GAW ist im Gespräch mit der Kirchenleitung der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche in Portugal über eine Nothilfe für das Sozialzentrum.