Neue lutherische Kirche in Viacha (Foto: GAW)

„Wir danken herzlich für die Unterstützung des GAW für die Hilfe bei der Fertigstellung unseres Gemeindezentrums in Viacha“, schreibt Kirchenpräsident Freddy Choque Rondo von der lutherischen Kirche in Bloivien (IELB).

Viacha liegt auf dem bolivianischen Altiplano und ist Hauptstadt der Provinz Ingavi. Die Stadt befindet sich rund 70 Kilometer südöstlich des Titicaca-Sees und nur 22 Kilometer von La Paz entfernt. Heute leben hier inzwischen über 90.000 Menschen – im Jahr 2001 waren es noch knapp 30.000. Die starke Zuwanderung innerhalb Boliviens prägt das Stadtbild: Viele Menschen kommen auf der Suche nach Arbeit, etwa in der großen Zementfabrik, in Keramikwerkstätten oder im Bergbau.

Die lutherische Gemeinde wurde vor rund 30 Jahren gegründet. Etwa 50 Aymara-Familien gehören ihr an. Sie verdienen ihr Einkommen als Handwerker, Bauern, Angestellte sowie als Bus- oder Taxifahrer. Bis 2017 stand der Gemeinde nur eine kleine Kirche aus Adobe-Ziegeln zur Verfügung, die längst nicht mehr ausreichte. Größere Gottesdienste mussten unter freiem Himmel gefeiert werden. Im Projektkatalog 2016 wurden für den Bau eines Kirchen- und Gemeindezentrums 14.000 Euro gesammelt.

Gottesdienst zu Einweihung der Kirche (Foto: GAW)

Die Gemeinde versteht sich als wichtiger Ankerpunkt für Zugezogene, die oft vom Land kommen und in der Stadt Orientierung suchen. Sie möchte Menschen Beheimatung im Glauben schenken und Gemeinschaft ermöglichen.

Dank einer weiteren Unterstützung durch das GAW im Projektkatalog 2022 konnte ab 2023 die Fertigstellung der neuen Kirche beginnen. Trotz politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen wurde das Projekt in zwei Bauabschnitten realisiert. Mit großem Engagement und zusätzlichen Eigenbeiträgen der Gemeindemitglieder gelang 2025 der Abschluss der Bauarbeiten.

Heute steht der Gemeinde eine schöne neue Kirche für Gottesdienste, Kinderarbeit und gemeinschaftliche Aktivitäten zur Verfügung – ein Ort der Begegnung und der Hoffnung mitten in einer wachsenden Stadt.

Allen Spenderinnen und Spendern sei herzlich gedankt!