
und Enno Haaks (von rechts nach links)
George ist 2017 zum Theologiestudium aus Aleppo nach Beirut gekommen. In Aleppo herrschte Bürgerkrieg. Er hat an der NEST (Near East School of Theology) studiert. Inzwischen hat er das Studium beendet und arbeitet als Hilfsprediger. „Ich mag es, sonntags in verschiedenen Gemeinden der NESSL (National Evangelical Synod of Syria and Lebanon) zu predigen und dann unter der Woche für die CPS (Compasion Protestant Solidarity) zu arbeiten, um den Hungrigen zum Essen zu geben,“ bekennt George. Die CPS ist die Hilfsorganisation seiner Kirche. Er will an der NEST noch einen „Master of divinty“ machen, um dann als Pastor dort zu arbeiten, wo die Kirche ihn braucht.
George war Weihnachten bei seiner Familie in Aleppo. Wenige Stunden nach dem Weihnachtsfest, das in Syrien und im Libanon am 6. Januar gefeiert wird, brachen in seiner Heimatstadt die Kämpfe in den kurdisch besiedelten Stadtteilen mit den neuen Machthabern aus. Die Folge waren Vertreibungen, Unsicherheiten und große Not. Er selbst war gerade noch aus der Stadt herausgekommen. Die Lage in Syrien sei fragil, so George. „Wir hoffen, dass sich etwas zum Besseren entwickelt. Das ist nicht leicht. Aber niemand sehnt sich nach dem alten diktatorischen Regime zurück.“
George wird die Reisegruppe des GAW in den nächsten Tagen im Libanon und in Syrien begleiten.
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