Pfr. Leon Novak mit Enno Haaks
vor der Baugrube (Foto: R. Labie

Die Diakonie EHO Podpornica der kleinen lutherischen Kirche in Slowenien steht angesichts wachsender sozialer Herausforderungen vor großen Herausforderungen. Mit nur drei Mitarbeitenden, aber einem stetig steigenden Arbeitsaufkommen, stößt die Organisation räumlich und logistisch an ihre Grenzen. Besonders der stark nachgefragte Dienst „Essen auf Rädern“, bei dem täglich über 120 warme Mahlzeiten gekocht und zu älteren oder kranken Menschen gebracht werden, benötigt dringend bessere infrastrukturelle Bedingungen. Auch der Verleih von mehr als 150 Pflegebetten sowie orthopädischen und medizinischen Hilfsmitteln braucht zusätzliche Lager- und Arbeitsflächen, um schneller und effizienter helfen zu können.

Deshalb soll das Evangelische Zentrum in Murska Sobota durch einen Anbau erweitert werden. Geplant sind eine Küche, ein Waschraum und Lagerräume für Hilfsmittel.

L. Novak erläutert die Herausforderungen
der Diakonie (Foto: Haaks)

Die Erweiterung ist jedoch von zahlreichen Verzögerungen betroffen. Zunächst brachte die Corona-Pandemie die Planungen fast zum Stillstand. Kurz darauf erkrankte der verantwortliche Architekt schwer und verstarb, sodass neue Planungsprozesse angestoßen werden mussten. Auch die behördlichen Abläufe zogen sich hin: Eine fehlerhafte Grundstücksvermessung machte eine neue Prüfung notwendig, und eine inzwischen vorgeschriebene archäologische Untersuchung des Baugrunds verzögerte das Verfahren zusätzlich. Dabei wurde sogar ein jüdischer Gedenkstein entdeckt, dessen fachgerechte Dokumentation weitere Kosten verursachte.

Trotz all dieser Hindernisse bleibt die Hoffnung groß. Die Diakonie rechnet damit, dass die Baugenehmigung noch bis Ende des Jahres erteilt wird. Dann könnte der Bau im Frühjahr beginnen – ein wichtiger Schritt für ein Werk, das sich seit Jahrzehnten dem Leitsatz aus Galater 6,2 verpflichtet weiß: „Einer trage des anderen Last!“ Der Anbau würde es ermöglichen, auch in Zukunft Menschen in Not, verlässlich zur Seite zu stehen.

Das GAW sammelt in den Projektkatalogen 2023-26 für diesen wichtigen Erweiterungsbau und hofft, dass es gelingt, ihn bis zum Sommer errichtet zu haben.