
„Die Gebet der vielen Besucher unserer evangelischen Kirche finanzieren einen guten Teil des Gemeidelebens,“ sagt der Kurator der evangelische Gemeinde in Hallstadt. „30% unseres Haushalts wird durch die Kerzen finanziert – d.h. durch die Gebete. Auch ein Teil der Kirchenfassade wurde im Grunde durch die Gebete bezahlt.“
Hallstatt ist schon sehr besonders im Salzkammergut. Es ist Sehnsuchtsort für Gäste aus aller Welt. Jährlich besuchen 1 Million Touristen Hallstadt. In der südchinesischen Provinz Guangdong steht ein – allerdings spiegelverkehrter – Nachbau des Dorfes. Viele wollen das Original sehen, insbesondere die evangelische Kirche am Seeufer, deren hoher Turm die Stadtsilhouette prägt. Für manche Gäste wird der Besuch der Kirche zu einer ersten Begegnung mit der Kirche und ihrer Botschaft.
Zur evangelischen Gemeinde gehören 450 Glieder. In dem Ort selbst wohnen noch knapp 720 Einwohner, die weitgehend vom Tourismus leben. 1960 wohnten noch 2000 Menschen in dem malerischen Ort.
Die heutige Kirche entstand als Ersatz für das alte Toleranzbethaus. Sie wurde 1863 eingeweiht. Die Fassade musste nun komplett saniert werden. Man hatte im 19. Jahrhundert das falsche Baumaterial zum Verfugen der Steine benutzt.
Pfarrer Dankfried Kirsch ist seit etlichen Jahren hier. Inzwischen ist er auch für Bad Ischl mit zuständig. „Wir mussten die Gemeinden miteinander zusammenbringen,“ sagt er. „Eine große Herausforderung ist es, dass unsere Ehrenamtlichen sich um die Kirche kümmern, Kerzen bereitstellen, den Opferstock leeren und für alle Eventualitäten da sind. Im Pfarrhaus wohnt inzwischen ein ehrenamtlich arbeitender Lektor. Was wären wir ohne diese aktiven Menschen,“ so Kirsch.
Die Ehrenamtlichen waren es auch, die den Umbau der Kirche stemmen mussten. 450.000 € hat der verschlungen. Nur 25% der Kosten wurden vom Denkmalschutz und vom Staat gefördert. Eure Hilfe vom GAW in Höhe von 25.000 € war für uns eine große Hilfe.“
Über die bewegte Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde berichtet ein Abschnitt aus dem Buch „Kirchen am Wasser“ (Michael Bünker, Hannelore Reiner).
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