Das Evangelische Diözesanmuseum in Fresach zählt zu den wichtigsten Erinnerungsorten des österreichischen Protestantismus. Tief im Gegendtal gelegen, bewahrt es die bewegte Geschichte des evangelischen Protestantismus von Reformation, Gegenreformation, Verfolgung, Geheimprotestantismus, Toleranzpatent bis hin zur allmähliche Anerkennung und Sichtbarkeit evangelischen Lebens. Herzstück der Anlage ist das älteste und einzig original erhaltene Toleranzbethaus Österreichs. Ergänzt wird es seit 2011 durch ein modernes Ausstellungsgebäude, errichtet im Zuge der Kärntner Landesausstellung „500 Jahre Protestantismus in Kärnten“. Der schlichte Sichtbetonbau, der damals mit dem Kärntner Landesbaupreis ausgezeichnet wurde, schlägt eine Brücke zwischen historischer Erinnerung und zeitgenössischer Gestaltung. Dazu gehärt die 1957 errichtete neue evangelische Kirche, die genügend Platz für die Gemeinde bietet.

Ev. Toleranzbethaus Fresach (Foto: Haaks)

Heute präsentiert das Diözesanmuseum eine vielschichtige Dauerausstellung zur evangelischen Geschichte in Kärnten und Österreich. Sie wird regelmäßig durch thematische Sonderausstellungen, Lesungen, Workshops und Vorträge ergänzt. Ein Highlight im Jahr sind die Toleranzgespräche um Pfingsten herum. Damit hat sich Fresach zu einem lebendigen Ort des Dialogs entwickelt, an dem Bildung, Kultur und kirchliche Erinnerung zusammenfinden. Nicht zuletzt durch das langjährige Engagement von Superintendent Manfred Sauer wurde das Museum zu einem Zentrum protestantischer Identität, aber auch zu einem Forum für gesellschaftliche Debatten, Toleranz und interkonfessionellen Austausch.

Im Museum (Foto: Haaks)

Das Museum benötigte für eine gute Präsentation der Ausstellung eine neue Beleuchtungsanlage. Viele Exponate – historische Bibeln, Dokumente, liturgische Gegenstände – lassen sich nur eingeschränkt ins richtige Licht rücken. Eine Sanierung der Beleuchtung war daher dringend notwendig, um die Qualität der Präsentation zu sichern und die Schätze des Hauses angemessen sichtbar zu machen.

Mit 20.000 Euro hat sich das GAW an dem 30.000 Euro-Projekt beteiligt.

Weitere Informationen: www.evangforumfresach.at