Die GAW-Frauen besuchten eine Kooperative vom Wertstoffsortiererinnen (catadoras) in Porto Alegre, Brasilien. Unterstützt werden sie von der Diakoniestiftung FLD. In ihren Räumen können sie sich treffen und organisieren.

Die Frauen erzählten uns, wie sehr sich in der Kooperative gegenseitig stärken und unterstützen in ihrem Beruf und in ihrem Leben. Viele Frauen sind alleinerziehend. Eine ältere Dame arbeitet seit über 45 Jahren als Müllsortiererin. Sie erzählt: „Mein Leben war oft eher ein Überleben. Aber: Ich bin eine Müllsammlerin, also eine Kämpferin.“ Der Leitspruch der Kooperative lautet: „Con luta, con fe, colectivo de mulher! – Mit Kampf, mit Glauben, ein Kollektiv von Frauen!“

Gemeinsam fuhren wir auch zu einer Sortieranlage. Hier passiert Recycling per Hand. Jede Sammlerin muss am Tag 5 sortierte Säcke à 30 Kilo füllen – eine körperlich anstrengende Arbeit. Alles wird genau sortiert, Papier, Aluminium, Plastil, sogar nach Farben. Wenn irgendetwas falsch sortiert ist, bekommen die catadoras kein Geld für diesen Sack. Deshalb gibt es zwei Frauen aus der Kooperative, die am Ende alle Säcke noch einmal kontrollieren. Danach wird der Müll gepresst. Das (knappe) Geld, das die Kooperative einnimmt, wird auf alle Sortierinnen verteilt.

Eine wichtige Arbeit, die entscheidend zu der hohen Recyclingquote in Brasilien beiträgt!