Eingang zum derzeitige Kirchraum
Vormittagsgruppe

Cochabamba, 220 km südlich von La Paz gelegen, ist mit ca. 1,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Boliviens. Sie wächst unaufhörlich, da viele Migranten aus den ländlichen Regionen in die Metropolen ziehen. Die Not treibt die Menschen auf der Suche nach besseren Lebensverhältnissen in die Städte. Was sie hier vorfinden, führt dann oft in andere Nöte: Familienstrukturen zerbrechen, es kommt zu häuslicher Gewalt, sexuellem Missbrauch, Bandenwesen, Vernachlässigung der Kinder und Jugendlichen. In Cochabamba wurde 2007 eine lutherische Gemeinde gegründet, deren Arbeit sich von Beginn an auf Kinder und Jugendliche konzentrierte. „Anfangs trafen wir uns mit ihnen am Wochenende. Schnell haben wir gemerkt, dass das nicht reicht“, sagt Kirchenpräsident Emilio Aslla Flores. „Wir haben gesehen, dass das Evangelium uns ruft, uns um die Sorgen und Nöte der Kinder und Jugendlichen zu kümmern. 25 Kinder aus den ärmsten Familien erhalten von uns jetzt täglich ein Essen und bekommen Hausaufgabenhilfe. Zudem bieten wir noch Computer- und Präventionskurse an.“ Inzwischen ist die Gemeinde auf 60 Personen (mit Kindern und Jugendlichen) angewachsen. Indirekt wendet sich die Gemeindearbeit an ca. 300 Personen, die zu den Familien der Gemeindeglieder oder zu den Nachbarn gehören. Es fehlt der Gemeinde jedoch an Räumlichkeiten für ihre Arbeit. 

Nachmittagsgruppe

Zurzeit trifft sich die Gemeinde in einer angemieteten Wohnung, in der alle Aktivitäten stattfinden. Die Bedingungen sind aber schlecht, denn die Aktivitäten führen immer wieder zu Ärger mit den Nachbarn und dem Vermieter. Die Gemeinde braucht dringend ein eigenes Grundstück. Sie benötigt für ihre  diakonischen Aktivitäten und für das Gemeindewachstum ein eigenes Gebäude. Es soll ein ca. 300 m² großes Gemeindezentrum gekauft werden, um u.a. auch Frauen in schwierigen Verhältnissen Unterstützung anbieten zu können. 

Im kommenden Projektkatalog sammelt das GAW wir für diese wichtige Arbeit!