Lange galt es, dass „gute Spanier“ Katholiken sein müßten. Das war quasi identisch. In der Zeit der Francodiktatur wurde die katholische Kirche Spaniens auch benutzt, um die Einheit Spaniens zu stärken. Das ging besonders auf Kosten der Protestanten. Unsere Partnerkirche, die Iglesia Evangélica Española (IEE), kann davon ein Lied singen, wie sie eingeschränkt wurde – bis dahin, dass die Pastoren ein Berufsverbot hatten. Dagegen hat sich die Kirche in diesem Jahr vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof zur Wehr gesetzt – mit Erfolg. 

Die katholische Kirche hat bei Weitem nicht mehr den Einfluß, den sie einmal hatte. Davon berichtet der Artikel auf www.evangelisch.de:

http://aktuell.evangelisch.de/artikel/4077/spanien-katholische-dominanz-und-protestantische-spuren?destination=node/4077

Wer mehr über die Geschichte der IEE erfahren möchte, kann das in der neuen Ausgabe der „Evangelischen Diaspora“ aus dem Verlag des GAW nachlesen. In zwei ausführlichen Artikeln wird Auskunft gegeben über die kirchliche Situation und das Staat-Kirche-Verhältnis in Spanien. Zu bestellen unter: http://www.gustav-adolf-werk.de/theologie.html