Der Winter 2026 hat die Ukraine fest im Griff. In Transkarpatien kämpfen die Menschen derzeit nicht nur gegen die Folgen des andauernden Krieges, sondern auch gegen eine erbarmungslose Kälte. Stromausfälle von bis zu 20 Stunden am Tag lassen Heizungen und Lichter erlöschen. Besonders für die älteren Menschen, die oft allein zurückgeblieben sind, wird das Überleben in ungeheizten Wohnungen zur täglichen Herausforderung.

Stundenlange Stromausfälle

Kirche als Ort der Wärme In dieser Dunkelheit wird die diakonische Arbeit der Reformierten Kirche in Transkarpatien sichtbarer denn je. „Jeder Bissen Nahrung und jede helfende Hand gewinnen an Wert“, berichtet Bischof Sándor Zán Fábián. Die kirchlichen Küchen sind oft der einzige Fixpunkt im Tageslauf – ein Ort, an dem eine warme Suppe nicht nur den Körper nährt, sondern auch das Signal gibt: Ihr seid nicht allein.

Trotz personeller Engpässe und eigener Erschöpfung sind die Kirchenmitglieder unermüdlich im Einsatz. Freiwillige, Pfarrer und Helfer reisen durch Dörfer und Stadtteile, liefern Lebensmittelpakete aus, besuchen ältere Menschen und verteilen warme Kleidung und Decken. Sie bringen auch menschliche Nähe zu den Menschen. Vielen fehlt ein offenes Ohr, ein Mensch, der ihnen zuhört und sie spirituell stützt.  

In den Schulen findet in diesen Tagen kein Unterricht statt, da es kaum Brennmaterial zum Heizen gibt, die Schulbusse nicht fahren und kein Geld für Lehrergehälter vorhanden ist. Die Winterferien wurden deshalb um einen Monat verlängert.

2026: Das Jahr der Aussaat Doch inmitten dieser Not setzt die Kirche ein Zeichen der Zuversicht. Sie hat das Jahr 2026 zum „Jahr der Aussaat“ erklärt. Es geht darum, das Evangelium durch Tat und Wort in „guten Boden“ zu bringen – müde Hände zu stärken und erbitterte Herzen zu trösten.

Bischof Fábián schreibt dazu: „Solange es jemanden gibt, der für Bedürftige kocht oder an die Tür eines älteren Menschen klopft, kann die Dunkelheit nicht vollständig sein.“

Die Lage bleibt ernst, auch in Kiew, wo die Stadtverwaltung die Menschen auf weitere schwere Angriffe auf die Infrastruktur vorbereitet. Wir bleiben im Gebet und in praktischer Hilfe mit unseren Geschwistern in Transkarpatien und der gesamten Ukraine verbunden.

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung, die diese lebenswichtige Arbeit erst möglich macht!